Heute machen wir mal was ganz Neues. Jawohl, wir schieben gleich die nächste Premiere hinterher. Heute könnt ihr bei uns zum allerersten Mal einen Gastbeitrag lesen. Frauchen erhielt nämlich eine ganz nette Anfrage von Claudia und Heiko per E-Mail und weil SIE über das Thema so lachen musste, hat SIE sofort zugesagt.
Warum SIE gelacht hat? Ihr könnt euch doch vielleicht noch an unseren Tierparkbesuch erinnern, den wir ja leider abbrechen mussten weil Emma Angst vor den Küken hatte. Und jetzt kommt´s:
Der Gastbeitrag heisst:
"Hunde an Hühner gewöhnen"
Hundehalter sind meist besonders tierliebe Menschen, die
nicht selten auch andere Tiere haben. Auch wenn der Hundehalter Hühner hält und gern
hat, so muss dies der Hund nicht auch tun. In diesem Artikel möchten wir einige
Tipps geben wie man seinen Hund an Hühner gewöhnen kann. Sicher gibt es Hunde,
die Angst vor Hühnern haben, doch meist sind es eher die Hühner, die um ihr
Leben fürchten müssen. Im Folgenden möchten wir einen Plan vorstellen, wie man
den Hund an die gefiederten Mitbewohner gewöhnen kann. Auch wenn sicher jeder
Hund anders ist hat dieses Vorgehen schon häufig dazu geführt das sich Hund und Hühner
wunderbar miteinander vertragen.
Schritt 1:
Da der Geruchssinn bei den Hunden sehr gut ausgeprägt ist
und der Hund diesen Sinn auch recht stark in seine Wahrnehmung einbezieht wird
der Hund zuerst an den Geruch der Hühner gewöhnt. Dazu wird im Garten,
besonders an Stellen, die der Hund sehr gerne aufsucht etwas Hühnerkot
verteilt. Dies macht man über mehrere Tage. Auch wenn der Hund in den ersten
Stunden meist sehr aufgeregt daran schnüffelt gewöhnt er sich meist sehr
schnell an den Geruch der Hühner.
Schritt 2:
Nach 2-3 Tagen nimmt man den Hund an die Leine und bindet
diese im Garten an einen fixen Punkt fest. Die Leine sollte etwas länger sein
und dem Hund einen gewissen Freiraum ermöglichen. In einiger Entfernung, für
den Hund nicht mehr erreichbar baut man ein umzäuntes Stück für die Hühner auf
und lässt die Hühner darin munter umherlaufen. Der Hund gewöhnt sich so über
mehrere Tage an den Anblick der Hühner. Auch wenn er in den ersten Minuten
meist noch laut bellt beobachtet er schon nach wenigen Stunden das Treiben der
Hühner schon sehr entspannt. Ist der Hund über einen längeren Zeitraum
angespannt, so sollte man dem Hund nach einiger Zeit eine Pause gönnen und am
nächsten Tag fortsetzen. Irgendwann wird sich der Hund so an den Anblick der
Hühner gewöhnen das er sie völlig entspannt wahrnimmt.
Schritt 3:
Nun kennt der Hund den Geruch der Hühner und auch den
Anblick und man kann den nächsten Schritt wagen. Der Hund wird weiter an der
Leine gelassen. Die Türe der Umzäunung der Hühner wird vorsichtig geöffnet. Die neugierigen
Hühner, die sich auch erst an den Hund gewöhnen müssen, kommen nach einiger Zeit
sicher näher zum Hund. Der Halter sollte in dieser Zeit unbedingt anwesend sein
um im Notfall einschreiten zu können und das Leben der Hühner zu schützen.
Schritt 4:
Wenn Schritt 3 geschafft wurde und der Hund bereits näheren
Kontakt mit den Hühnern hatte kann er unter Aufsicht von der Leine gelassen
werden. Der Halter sollte unbedingt eine längere Zeit in der Nähe bleiben und
das Zusammentreffen von Hund und Hühnern beobachten. Unter Umständen kann der
Hund, der an der Leine die Hühner so friedlich beobachtet hat, den Hühnern
schnell ein Ende machen wenn er nicht mehr an der Leine ist. Daher ist der
Halter gefordert und darf den Hund in den ersten Tagen nicht unbeaufsichtigt mit
den Hühnern lassen.
Wie lange es dauert bis sich der Hund vollständig an die
Hühner gewöhnt hat ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Von mehreren Tagen bis
mehreren Wochen ist alles möglich. Leider gewöhnen sich manche Hunde nie an das
Gegacker der Hühnerschar. Aber versuchen sollte man es auf jeden Fall.
Das war der Gastbeitrag von Claudia und Heiko. Wir hoffen er hat euch gefallen. Übrigens führt Claudia noch den Blog http://die-welt-der-tiere.de/. Vielleicht habt ihr ja Lust mal rein zu gucken.
Habt alle noch ein schönes Herbstwochenende.
Eure Emma und Lotte
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