Wir nahmen uns einfach viel Zeit und vertrauten voll unserem Lottchen. Lotte hat ja irgendwie so einen eingebauten Regenradar. Ja, der Wetterbericht hatte uns Regen prophezeit. Der Regen war ja auch dringend nötig nach den heißen Tagen.
Alles war sehr trocken und die schönen Mohnblumen ließen schon die Blütenköpfchen hängen. Diesen Weg haben wir übrigens "Mohnblumenweg" getauft. Mohnblumen von vorn bis hinten. Herrlich sieht das aus.Klar, es war sehr schwül warm und wir waren gar nicht böse das wir immer wieder auf Frauchen warten mussten. Es wehte ein leichter Wind und das Getreide auf der anderen Feldseite wog hin und her und es sah aus als würde das Getreide Wellen schlagen. Ein Getreidemeer.
Am Ende des Weges steht wie immer ein Windrad. Genau der richtige Zeitpunkt um eine kleine Pause zu machen.
Ich, die Emma, liege gern ganz dicht am Windrad. Dort ist es immer am kühlsten. Da kann Hund dann mal in aller Ruhe die Beine lang ausstrecken.
Auf dem Rückweg gingen wir den "Holunderweg" lang. Das ist der Weg wo auch unser Lieblingsbaum steht.Ganz große Teller bilden die Holunderblüten.
An der Mohnblumenecke mahnte dann Lotte zur Eile.
Denn während vor uns noch der Himmel ganz hell aussah, hatten sich ganz hinterlistig von hinten dunkle Wolken heran geschlichen.
Oh je, das sah nicht gut aus und Lottchens Regenradar hatte Alarm geschlagen. Dumm nur, wenn man ausgerechnet noch in diese Richtung muss. Nach kurzer Zeit hatten uns die Wolken erwischt und es kam ein Pladderregen vom Himmel das wir binnen Minuten vollkommen durchnässt waren.
Frauchen versuchte noch die Knipsmaschine vor den Wassermassen zu retten. Ehe wir an den nächsten Baum kamen um uns unterzustellen, tropften wir aus allen Fellspitzen und Frauchen war nass bis auf die Haut. Da konnten wir auch gleich weiter gehen. Ihr werdet es nicht glauben. Als wir wie die gebadeten Katzen vor der Tür standen, kam doch tatsächlich wieder die Sonne hervor. Diesmal haben wir wirklich Pech gehabt.
Eure Emma und Lotte


















































